Seit langem freuen sich die Teilnehmer auf diese Reise. Am Donnerstag, 24. September geht es endlich los. Allerdings mit etwas Verspätung, weil unser Busfahrer schon die ersten Verzögerungen bei der Anfahrt hinnehmen muss.
Nachdem alle Koffer verstaut sind und die Teilnehmer ihre Plätze eingenommen haben, kann es losgehen. Doch zur ersten Verzögerung sollten noch weitere kommen, denn schon bald beginnt der „Baustellen-Slalom“. Bereits in Ulm hieß es „in Ulm, um Ulm und um Ulm herum“.
Einen schönen Zwischenstopp gibt es am Hopfensee. Der Himmel ist zwar noch bewölkt, trotzdem lohnt es sich, am See entlangzugehen. 
Die ursprünglich geplante Route über den Reschenpass muss geändert werden, weil der Reschenpass wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Also geht die Fahrt über den Brenner, vorbei an „tausenden“ Kranen, denn auch hier wird gebaut. Mit etwas Verspätung trifft die Reisegesellschaft am Nachmittag im Hotel Förstlerhof in Burgstall bei Meran ein.
Am nächsten Morgen wartet ein interessantes Programm auf die Gruppe. Am Vormittag geht es zu einer Führung ins mila-Werk. Mila ist eine Genossenschaft der umliegenden Milchbauern, deren Höfe in der Regel über 1000 m hoch liegen. Der Name wird aus den ersten Buchstaben des Wortes Milch und den ersten Buchstaben von Latte, italienisch Milch, gebildet, sodass auch hier die Zweisprachigkeit der Bevölkerung zum Ausdruck kommt.
24 Sammelfahrzeuge fahren jeden Tag (auch an Sonn- und Feiertagen) zu den Bergbauern, um die Milch abzuholen. Bereits beim Einsammeln wird Heumilch und konventionelle Milch streng getrennt, um die Qualität zu sichern.
Extrem hohe Hygiene-Vorschriften lassen eine Begehung des Werkes nicht zu. Deshalb erhalten wir eine gut präsentierte virtuelle Führung durch das Milchwerk.
Während der gesamten Verarbeitung der Milch herrschen strenge Kontrollen. Irgendwelche Verunreinigungen hätten fatale Folgen. Wieviel Milch für welches Produkt (verschiedene Milchsorten, Joghurt, Quark) eingesetzt wird, entscheidet der Produktionsleiter täglich neu.
Zunächst erfolgt in Zentrifugen die Trennung von Milch und Rahm. Bei der Homogenisierung werden Fettkügelchen durch enge Düsen gepresst. Die Menge der zugegebenen Fettkügelchen entscheidet über den Fettgehalt der Milch. Durch den Druck entsteht eine homogene Flüssigkeit, die ein Absetzen des Rahms auf der Milch verhindert.
Bei der Pasteurisierung wird die Milch 15 Sekunden auf 70 Grad erhitzt und sofort wieder heruntergekühlt. Dies macht die Milch länger haltbar. H-Milch ist ultrahocherhitzt, das heißt über 70 Grad. Dies macht die Milch keimfrei und lange haltbar.
Bei der Herstellung von Joghurt kommt die Milch in Reifetanks, Wasser wird entzogen, Joghurtkulturen werden zugesetzt und gerührt. Nach 48 Stunden ist der Joghurt fertig.
Bei lactosefreier Milch wird der Milch nichts entzogen, sondern ein Enzym hinzugefügt, das Lactose (natürlicher Zweifachzucker) aufspaltet und somit verträglicher macht.
Skyr ist ein traditionelles isländisches Milchprodukt aus Kuh- oder Schafmilch. Es enthält kein Fett, aber viele Proteine und schmeckt sehr gut.
In kurzer Zeit viel gelernt und durch die abschließenden Kostproben gestärkt, geht die Fahrt weiter nach Bozen.
Bozen, die Landeshauptstadt Südtirols, wird als Tor zu den Dolomiten bezeichnet. Bekannt ist Bozen auch durch „Ötzi“, die jungsteinzeitliche Gletschermumie. Beeindruckend ist der Dom Maria Himmelfahrt; Ersterwähnung 1078. Was bei einer Stadtführung durch Bozen nicht fehlen darf ist die Laubengasse, die historische Hauptgeschäftsstraße im Herzen der Altstadt. Treffpunkt nach der Stadtführung ist der Waltherplatz.
Er hat seinen Namen vom berühmten mittelhochdeutschen Dichter und Minnesänger Walther von der Vogelweide (um 1170–1230), dessen Statue mitten auf dem Platz steht. Diese war im Laufe der Geschichte politisch umstritten. Unter dem faschistischen Regime wurde sie 1935 vom Platz entfernt, da sie den Machthabern, als zu deutsch galt. Erst 1981 kehrte das Denkmal an seinen ursprünglichen Platz zurück.
Als Höhepunkt der Reise darf wohl der Tag auf der Seiser Alm gewertet werden.
Eine logistische Meisterleistung sind die 4 Touren, die angeboten werden: Die Gipfelstürmer haben sich eine Tour mit 600 Höhenmetern vorgenommen. Diese kleinere Gruppe unter Führung von Edith und Thomas Pfeiler startet von der Bergstation Compatsch auf 1850 m, die etwas längere Runde zur Mahlknecht Hütte. In ständigem Auf und Ab führt uns ein Sträßchen durch das größte Hochweidengebiet des Alpenraumes. Es ist eine almwirtschaftlich geprägte Kulturlandschaft, fast baumlos und wellig mit sanften Wiesen. Vor allem der Blick zum Schlern, das Wahrzeichen Südtirols, hat es uns angetan und wird oft fotografisch festgehalten. Nur etliche Radfahrer trüben unser Unterwegssein ein wenig. Vorbei an der Almrosenhütte, die Alpenrosen rundherum sind leider schon verblüht, und an der Edelweißhütte, erreichen wir die Mahlknecht Hütte, um dort die wohlverdiente Mittagsrast einzulegen. Bei Kaiserschmarrn und Knödel lassen wir es uns gutgehen. Ab hier geht es fast nur noch bergab. An der Tirler Alm treffen wir auf Volksfeststimmung mit allem Drum und Dran. Auch ein Pärchen aus unseren Reihen lässt sich anstecken und wagt ein Tänzchen. Mit herrlichen Ausblicken zum Langkofel und Plattkofel, die wir immer wieder aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten können, wandern wir zum Weiler Saltria. Jetzt beginnt ein wunderschöner Pfad und führt uns zum Wiedner Eck. Ab dort nehmen wir den Bus zurück zum Compatsch. 
Die Bergwanderer werden 450 Höhenmeter bewältigen. Etwas später gestartet, nimmt die kaum größere Gruppe um Ewald bis zur Almrosenhütte den gleichen Weg, allerdings inzwischen mit deutlich mehr E-Bikern – sogar 2 Kinder werden von ihren Eltern an Seilen hoch gezogen. Bei der Hütte ist der höchste Punkt ihrer Tour erreicht und ein dringender Bedarf nach einer Einkehr angesagt. Der Rückweg führt über einen romantischen Bergpfad hinab zu einem kleinen Wildbach. Wieder leicht Höhe gewinnend kommt die Rauchhütte in Sicht – eigentlich Ziel für eine Vesperpause und Zusammentreffen mit den anderen Gruppen. Das Bergpanorama hier oben mit immer wechselnden Blicken auf Schlern, Langkofel, Sella-Massiv und Marmolada begeistert auch diese Gruppe während der gesamten Tour. Eine Wartezeit von 45 Minuten auf einen Sitzplatz ist uns zu lang. Deshalb entscheidet die Gruppe, das letzte Stück zurück bis zur Bergstation durchzulaufen.
Die Genusswanderer führt Christa auf einem lauschigen Waldweg vorwiegend eben hin zur Rauchhütte. Nach der Mittagspause, noch begeistert ob des wunderschönen Hinwegs, wandert die Gruppe auf einem Grasweg über Wiesen und Felder zurück zur Bergbahn.
Die vierte Gruppe fährt mit dem Bus zur Rauchhütte um von dort die Bergwelt zu genießen und strategisch geschickt für die Genusswanderer Plätze vorzuhalten.
Ein Hoch auf unsere Organisatoren der Reise, die dadurch jedem ermöglichen, die Berge ganz individuell zu genießen. 
Nachdem am späten Nachmittag sich alle Gruppen wieder wohlbehalten im Tal zusammengefunden haben, geht es zurück ins Hotel, denn der Tag ist noch nicht zu Ende. Am Abend gibt es für die Unentwegten noch Musik und Tanz.
Am nächsten Tag geht es ins Trentino. In Trient ist eine Stadtführung vorgesehen. Allerdings findet hier ein Stadtmarathon statt, so dass die ganze Stadt auf den Beinen ist. Verschiedene Laufstrecken sind abgesperrt und auf dem Platz vor dem Dom findet ein lautstarkes Unterhaltungsprogramm statt.
Dies macht es zum einen schwer unserem Stadtführer zu folgen und zum andern ist es fast unmöglich, zu verstehen, was er zu sagen hat. Aber irgendwie geht alles und wir nehmen doch einiges an Wissens- oder Sehenswertem auf.
Anschließend folgt eine überwältigende Fahrt ins Valle dei Laghi, ins Tal der Seen.
Auf Höhe der Etsch Talsohle gehts los, vorbei an vielen Apfelplantagen. Anmerkung des Tour Guides: ihm schmeckt der Apfel aus einem kleinen Glas am besten – also als Obstler.
Neben Apfelplantagen ist Weinanbau stark vertreten. Hier berichtet Tour Guide Sepp, dass früher mehr Rotwein angebaut wurde (60-65 %) und sich heute das Verhältnis zu Gunsten des Weißweins gedreht hat.
Das Valle dei Laghi (Tal der Seen) ist eine malerische Region im Trentino, die sich zwischen Trient und dem Gardasee erstreckt. Über die Presto del Arcor Schlucht geht es weiter zum Molveno-See – schon zweimal in Folge zum schönsten See Südtirols gekürt. 
An dem herrlich gelegenen See gibt es eine Mittagspause, in der jeder See und Ort Molveno nach Belieben erkunden kann.
Vorbei am Stausee Santa Giustina und einem letzten Blick von oben auf Schloss Payersberg in Nals geht es zurück ins Tal und ins Hotel.
Der nächste Tag führt die Gruppe nach Partschins zum Wasserfall und hinauf zum Dursterhof. Der Wirt vom Dursterhof hat in seiner „Freizeit“ mit vielen Helfern ein einmaliges Refugium geschaffen, das sehenswert ist.
Die Krönung bildet der Ausbau einer Höhle, in der nach Fertigstellung 100 – 120 Gäste feiern können. Am Dursterhof ist für alle Mittagsrast, bevor die Wanderer über 2 Schluchten und den Partschinser Waalweg in den Ort absteigen und dort die Genusswanderer am Omnibus wieder treffen.
Dann steht leider schon wieder die Heimreise an. Doch die Wanderer lassen sich die Gilfenklamm bei Ratschings, eine einzigartige Marmorschlucht, nicht entgehen. 
Voll vieler schöner Eindrücke kommen die Albvereinler wieder zurück auf den Schurwald. Sechs erlebnisreiche Tage liegen hinter ihnen. Die Reise wurde von Ewald und Christa Mürdter perfekt vorbereitet und organisiert – ihnen gilt der Dank aller Mitreisenden. Es war wunderschön!
rm
